Infos zu den Referaten

Eine tiefe Ratlosigkeit hat unsere Zeit erfasst. Jede und jeder spürt irgendwo, dass die bisherige Lebensweise nicht zukunftsfähig ist. Doch was trägt in die Zukunft? Hat der Mensch überhaupt eine Zukunft auf diesem Planeten? Unsere Referate fragen nach spirituellen Antworten auf diese Fragen, indem sie an etablierten Weltbildern rütteln, um Mensch, Seele, Gott und Natur wieder als tieferes Geflecht wahrzunehmen.

Vor uns die Sintflut.

Warum wir doch nicht versinken.

Die Polkappen schmelzen und das Meer steigt unaufhaltsam, Küstenregionen stehen unter Wasser und ein Drittel der Menschheit befindet sich auf der Flucht …

In Bestsellern kann man jetzt schon nachlesen, was auf uns zukommen könnte. Der Klimawandel beschert uns düstere Zukunftsszenarien. Schlägt die Natur zurück? Ist das, was uns blüht, eine Strafe? Die Einen setzen auf grüne Technik, die Anderen fantasieren von neuen Planeten. Worauf hoffen die Religiösen? Auf göttlichen Beistand? Was sagt der Bestseller Bibel zu Katastrophen?

Ralph Kunz studierte Theologie in Basel, Zürich und Los Angeles. 
Seit 2004 ist er Professor für Praktische Theologie an der Universität Zürich. In Lehre und Forschung beschäftigt er sich mit Fragen der Spiritualität.

Lauschen auf die grosse Musik.

Teil sein statt mehr sein.

Es sind uralte Schöpfungbilder, dass die Welt als Klang, als «grosse Musik», erschaffen wurde. Auch in der
modernen Physik finden sich erstaunliche Analogien zur alten Idee einer Sphärenharmonie.

In den Gesetzen der Harmonik, wie sie an einem Monochord demonstriert werden können, kommen Zahl und Gefühl, Ratio und Seele unmittelbar zusammen. Welche Konsequenzen hat das für unser Weltbild? Wie kann der Mensch wieder Teil dieser grossen Musik werden?

Felix Gietenbruch studierte 
Theologie in Basel. Seit 2014 ist er Gemeindepfarrer in Oberwinterthur. 
Er beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Weltbild der Harmonik nach Hans Kayser (1891-1964).

Mächtige Kräfte. 

Die Natur, ein Tor zur tieferen Wirklichkeit.

Die Natur zieht unsere Aufmerksamkeit ganz natürlich von uns weg, lenkt von unserer Selbstumkreisung hin zum Staunen. Wenn wir ihr nicht aggressiv und beherrschend begegnen,
sondern offen und mit Demut, dann wirkt sie heilsam auf uns.
Im Wahrnehmen einer duftenden Blume, der ziehenden Wolken am Himmel und dem Blick ins Feuer sind unsere Sinne ganz wach. Die Sinne sind ein Tor zum Lebensgrund. Dieses ist uns oft verschlossen; unsere Welt ist dann eine entsinnlichte Welt. Eine entsinnlichte Welt ist auch eine sinnlose Welt. Das Erlernen der Sinneswahrnehmung ist ein Weg der Heilung.

Noa Zenger ist reformierte Pfarrerin und geistliche Begleiterin und verantwortlich für die Bereiche Kontemplation und Fasten im Lassalle-Haus, Zentrum für Spiritualität, Dialog und Verantwortung.

Mächtige Kräfte. 

Die Natur, ein Tor zur tieferen Wirklichkeit.

Noa Zenger und Reto Bühler sprechen mit Worten und Bildern über ihr Arbeiten mit Menschen in und mit
der Natur. In pädagogischen, therapeutischen, beratenden und spirituellen Kontexten unterstützen sie Menschen auf ihrem Weg in die Geistesgegenwart.

Reto Bühler ist Lehrbeauftragter beim Institut «planoalto» und begleitet seit 30 Jahren Menschen in die Natur.